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Acerca de

Legasthenie
LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) 

aus pädagogischem Blickwinkel

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Jeder ist ein Genie!

Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, wie gut er auf einen Baum klettern kann,

wird er sein Leben lang glauben, dass er dumm ist.

(Albert Einstein - LEGASTHENIKER)

Legasthene Menschen sind häufig sehr intelligent und begabt, sie können Leistungen erbringen, an die andere nie herankommen können. Lediglich im Umgang mit Buchstaben werden sie zeitweise unaufmerksam und beginnen daher beim Schreiben und Lesen Wahrnehmungsfehler zu machen. Im schulischen Bereich kommt es deshalb häufig zu Schwierigkeiten und die betroffenen Kinder verlieren ihre Freude am Lesen und Schreiben.

Gemäß der heutigen Forschung werden diese Wahrnehmungsfehler durch differente Sinneswahrnehmungen hervorgerufen. Eine besondere Didaktik ist entscheidend!

 

Ich arbeite nach der AFS- Methode. Die AFS-Methode ist ein pädagogisch-didaktischer Förderansatz für Menschen mit Schreib-, Lese-, oder Rechenproblemen nach Dr. Astrid Kopp-Duller.

Die AFS-Methode enthält drei Schwerpunkte, auf die sich die Fördermaßnahmen beziehen:

  • Aufmerksamkeit (Konzentration gezielt auf Buchstaben zu lenken und dort zu halten)

  • Funktion (Sinneswahrnehmungen: Optik, Akustik und Raumorientierung)

  • Symptom (Fehler beim Lesen und Schreiben)

 

Diese Methode ist ein pädagogisch-didaktischer Förderansatz und wurde ausgehend von der Tatsache entwickelt, dass legasthene Menschen eine andere Informationsverarbeitung aufweisen, die meist beim Erlernen des Lesens und Schreibens zum Vorschein kommt.

Wichtig ist allerdings, dass frühzeitig begonnen wird mit dem Kind zu arbeiten, damit die sogenannte Primärlegasthenie, von der man spricht, wenn keine anderen Problematiken im psychischen oder physischen Bereich vorhanden sind, nicht in eine Sekundärlegasthenie ausartet. Bei einer Sekundärausprägung ist immer eine fachlich gezielte Hilfe durch Gesundheitsberufe notwendig!

 

Im Gegensatz zur Legasthenie ist die LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) immer eine erworbene Problematik. Sie kann durch diverse Ereignisse oder Belastungen (Scheidung der Eltern, Schulwechsel, Krankheit etc.) im Leben eines Kindes hervorgerufen werden. Entspannt sich die Situation für das Kind wieder, kann man einer LRS durch regelmäßiges Üben des Schreibens und Lesens, ergänzt mit Aufmerksamkeitsübungen erfolgreich begegnen.

Je früher mit einer Therapie begonnen werden kann, desto besser sind die Erfolgsaussichten und desto kürzer ist die Therapiedauer. Der Erfolg hängt auch sehr von der Motivation, dem Willen und dem Durchhaltevermögen des Kindes ab. Eine Prognose ist daher immer schwer zu erstellen. Jedoch durfte ich erfahren, dass in jedem Falle Verbesserungen zu erkennen sind, immer den Möglichkeiten und dem Tempo der Kinder entsprechend. 

Nach ausführlicher Testung der o.g. drei Bereiche wird ein individuelles, speziell auf die persönlichen Bedürfnisse des Kindes abgestimmtes Förderkonzept erstellt.

ACHTUNG: Das Training greift nicht in medizinische oder psychologische Bereiche ein!

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AUSTESTUNG

Im Rahmen einer pädagogischen Förderdiagnostik zur Feststellung und Kategorisierung einer eventuell vorliegenden Legasthenie/LRS oder Dyskalkulie/Rechenschwäche können Sie Ihr Kind bei mir testen lassen. 

Das AFS-Computertestverfahren ermöglicht seit über 20 Jahren eine eventuell vorliegende Legasthenie/ LRS/ Dyskalkulie/ Rechenschwäche festzustellen.

Sollte sich bereits im Vorschulalter Verdacht auf eine mögliche Legasthenie oder Dyskalkulie ergeben (Symptome), so kann auf spielerische Weise ein pädagogischer Sinneswahrnehmungstest durchgeführt werden. Dieser ist geeignet für Kinder von 4 bis 7 Jahren und gibt Aufschluss darüber, ob eine pädagogische Frühförderung sinnvoll ist. Gerne informiere ich Sie in einem kostenlosen Erstgespräch über das Testverfahren.

Hat sich das Kind bereits eingehend mit Buchstaben und Zahlen auseinandergesetzt (ab Ende des ersten Schuljahres), so kann ein AFS-Test durchgeführt werden. Dies ist ein pädagogisches Testverfahren, mit dem man schnell und unkompliziert feststellen kann, ob ein Kind legasthen oder dyskalkul ist.

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Symptome

Langzeitstudie über die Wirksamkeit der AFS-Methode


Die Daten und Fakten der Langzeitstudie, die zwischen den Jahren 2001 und 2006 mit 3370 Probanden durchgeführt worden ist, bestätigen die überwältigende Wirksamkeit der Methode. 85% der Probanden verbesserten ihre Schreib-, Lese-, und Rechenleistungen kontinuierlich im zweijährigen Beobachtungszeitraum und konnten somit die Anforderungen in der Schule erfüllen.
 

(Vgl. Kopp-Duller, Pailer-Duller: Legasthenie - Dyskalkulie!? 3. Auflage, EÖDL-Verlag 2020)

im Vorschulalter

• Das Denken findet schneller als das Handeln statt

• Auffällig „gute“ und „schlechte“ Tage

• Keine, robbende oder verkürzte Krabbelphase

• Verspätetes Gehen, schlechte Körperkoordination

• Schwierigkeiten beim Binden von Maschen oder beim Knöpfen

• Hilfsschritte beim Stiegensteigen

• Fällt scheinbar über Dinge (die nicht da sind)

• Kann oben/unten oder rechts/links nicht unterscheiden

• Schwierigkeiten beim Umgang mit Messer und Gabel

• Schwierigkeiten beim Umgang mit der Schere

• Koordinationsschwierigkeiten beim Malen, malt über den Rand

• Schwierigkeiten beim Erlernen des Rad-, Skifahrens oder des Schwimmens

• Kreiert eigene Wörter, wie z.B. „Wasseral“ statt Mineralwasser

• Verspätetes Sprechen oder Lispeln/Stottern/Stammeln • Merkt sich Kinderreime und Lieder nicht gerne, zeigt anderseits eine hohe Merkfähigkeit

• Kann Rhythmen schlecht nachklopfen

• Lehnt Memory- oder Puzzlespiele ab

• Hat eine „eigene“ Ordnung

• Ist oft überhastet, oft extrem langsam

• Auffällig gutes Verständnis für technische Dinge

im Schulalter

• In Alltagssituationen auffällig wach und interessiert

• In Spielsituationen völlig mit den Gedanken dabei

• Leicht ablenkbar, hört/sieht alles, kann Unwichtiges von Wichtigem nicht immer unterscheiden

• Abwesend, tagträumend

• Auffällige oder verkrampfte Körperhaltung

• Verzögertes Merkvermögen bei Buchstaben/Wörtern/Zahlen

• Reibt die Augen, blinzelt, äußert Sehprobleme

• Verschwimmen der Buchstaben und/oder Zahlen

• Geringe Merkfähigkeit beim Auswendiglernen/1x1

• Scheinbare Hörprobleme, versteht schlecht

• Verwaschene Sprache, sprachliche Mängel

• Herabgesetzte Körperkoordination

• Mangelnde Raum- und/oder Zeitkoordination

• Wird mit der Aufgabe nicht fertig, trödelt

• Geht Anforderungen aus dem Weg

• Schwätzt, zeigt allgemeine verbale Unruhe

• Überaktiv, hat vermehrten Bewegungsdrang

• Reagiert aggressiv, unkontrolliert oder fahrig

• Geringes Selbstwertgefühl, fühlt sich minderwertig

• In sich zurückgezogen, entmutigt

Werden fünf oder mehr Punkte zutreffen, so liegt der Verdacht nahe, dass ihr Vorschulkind Probleme beim Erlernen des Lesens, Schreibens oder Rechnens bekommen könnte, bzw. dass ihr Schulkind Legasthenie hat. Sobald das Kind in die Schule kommt, sollte es sehr genau bei seinen Fortschritten beobachtet werden. Auch eine Frühförderung wäre dringend anzuraten. Bei einem Schulkind wäre nun eine genaue Abklärung empfehlenswert.

Langzeitstudie über die Wirksamkeit der AFS-Methode


Die Daten und Fakten der Langzeitstudie, die zwischen den Jahren 2001 und 2006 mit 3370 Probanden durchgeführt worden ist, bestätigen die überwältigende Wirksamkeit der Methode. 85% der Probanden verbesserten ihre Schreib-, Lese-, und Rechenleistungen kontinuierlich im zweijährigen Beobachtungszeitraum und konnten somit die Anforderungen in der Schule erfüllen.
 

(Vgl. Kopp-Duller, Pailer-Duller: Legasthenie - Dyskalkulie!? 3. Auflage, EÖDL-Verlag 2020)

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