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Dyskalkulie & Rechenschwäche  aus pädagogischem Blickwinkel
Wenn Zahlen einfach keinen Sinn ergeben wollen

Gestern konnte das Kind die Aufgabe noch lösen... Heute scheint alles wieder verschwunden zu sein...

Kinder mit Rechenschwierigkeiten üben häufig erstaunlich viel. Trotzdem bleiben grundlegende Zusammenhänge unsicher. Oft werden Rechenwege auswendig gelernt, ohne dass wirklich verstanden wurde, warum sie funktionieren.

 

Genau hier setzt meine Arbeit an. Ich möchte nicht nur wissen, welche Aufgaben ein Kind falsch rechnet. Mich interessiert vielmehr: Wie versteht dieses Kind Zahlen, Mengen und Rechenoperationen? Und an welcher Stelle ist der mathematische Aufbau unsicher geworden?

Menschen mit Dyskalkulie sind, genauso wie Legastheniker, intelligent, sie haben lediglich Schwierigkeiten im Umgang mit Zahlensymbolen. Meist fehlt ein grundlegendes Verständnis für Mengen und Grundrechenoperationen. Im schulischen Bereich kommt es deshalb häufig zu Schwierigkeiten, die betroffenen Kinder verlieren ihre Freude am Lernen und sind möglicherweise auch frustriert.

Eine besondere Didaktik ist hier entscheidend! Es gilt herauszufinden, wo genau die Schwierigkeit liegt und was das Kind braucht, um den nächsten Schritt gehen zu können.

 

Wichtig ist allerdings, dass frühzeitig begonnen wird mit dem Kind zu arbeiten. ​Je früher mit dem Training begonnen werden kann, desto besser sind die Erfolgsaussichten und desto kürzer ist die Dauer des Trainings. Der Erfolg hängt auch sehr von der Motivation, dem Willen und dem Durchhaltevermögen des Kindes ab. Eine Prognose ist daher immer schwer zu erstellen. Jedoch durfte ich erfahren, dass in jedem Falle Verbesserungen zu erkennen sind, immer den Möglichkeiten und dem Tempo der Kinder entsprechend. 

Nicht schneller rechnen – zuerst besser verstehen

Bevor ein Lerntraining beginnt, schaue ich unter anderem darauf, wie sicher grundlegende Bereiche entwickelt sind:

  • Mengenverständnis: Kann das Kind Mengen erfassen, vergleichen und zerlegen?

  • Zahlverständnis: Welche Vorstellung verbindet es mit einer Zahl? Versteht es Beziehungen zwischen Zahlen?

  • Stellenwertsystem: Ist verstanden, warum beispielsweise 34 aus drei Zehnern und vier Einern besteht?

  • Rechenstrategien: Rechnet das Kind überwiegend zählend oder kann es Beziehungen und bekannte Aufgaben nutzen?

  • Grundrechenarten: Hat das Kind verstanden, was Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division bedeuten?

  • Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und räumliche Orientierung


Diese Bereiche und auch noch viele Faktoren können mathematisches Lernen beeinflussen und werden in der Förderung des Kindes betrachtet.

Die pädagogische Förderdiagnostik ersetzt keine medizinische, psychologische oder kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik. Wenn sich Hinweise ergeben, die außerhalb meines Arbeitsbereiches liegen, bespreche ich mit den Eltern, welche weitere Abklärung sinnvoll sein könnte.

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Individuelle Förderung

Im Lerntraining orientieren wir uns nicht am aktuellen Schulstoff, sondern vor allem am individuellen Lernstand des Kindes.

Gemeinsam schauen wir, welche mathematischen Grundlagen bereits sicher aufgebaut sind und an welchen Stellen noch Verständnislücken bestehen. Manchmal bedeutet das, zunächst einen Schritt zurückzugehen, denn erst auf einem stabilen Fundament können neue Rechenwege und mathematische Zusammenhänge sicher aufgebaut werden.

Mit anschaulichen Materialien, visuellen Darstellungen, Bewegung und gezielten Übungen werden Mengen, Zahlen und Rechenoperationen begreifbar und verständlich. Schritt für Schritt entwickelt das Kind tragfähige Zahlvorstellungen und lernt, mathematische Zusammenhänge zu erkennen und passende Rechenstrategien zunehmend selbstständig anzuwenden.

Dabei steht nicht das Auswendiglernen einzelner Rechenwege im Vordergrund, sondern ein echtes Verständnis dafür, wie Zahlen miteinander in Beziehung stehen und warum Rechenwege funktionieren.

So entsteht nach und nach mehr Sicherheit im Umgang mit Mathematik und häufig auch wieder mehr Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Warteliste für regelmäßige Trainingsplätze

Die Nachfrage nach einem regelmäßigen Lerntraining ist derzeit sehr hoch. Deshalb kann es vorkommen, dass nicht unmittelbar ein wöchentlicher Trainingsplatz verfügbar ist.

Sie können Ihr Kind dennoch bereits für die Warteliste anmelden.

Nach einem ersten Elterngespräch schauen wir gemeinsam, welche nächsten Schritte sinnvoll sind und ob zunächst eine Förderdiagnostik oder weitere Abklärung hilfreich wäre.

Wartezeit muss dabei nicht verlorene Zeit sein. Es wird empfohlen, vor dem Training einen aktuellen Hör- und Sehtest durchführen zu lassen, damit organische Ursachen ausgeschlossen werden können.

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Wie geht es nun weiter?

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1. Kontaktaufnahme: Sie schildern mir kurz, wobei Ihr Kind Schwierigkeiten hat.

2. Anamnese: Sie erhalten einen Fragebogen, damit ich die bisherige Entwicklung, schulische Situation und vorhandene Befunde kennenlernen kann.

3. Elterngespräch: Wir besprechen Ihre Beobachtungen zunächst in Ruhe (in der Regel ohne Kind)

4. Förderdiagnostik und ggf. weitere Abklärung: Ich schaue gezielt, wo Ihr Kind aktuell steht und welche Faktoren für die Schwierigkeiten eine Rolle spielen könnten.

 

5. Individuelle Empfehlung: Nicht jedes Kind benötigt dasselbe Angebot. Gemeinsam besprechen wir, ob ein Lerntraining sinnvoll ist, welche Schwerpunkte wichtig sind und ob weitere Untersuchungen empfehlenswert sind.

6. Lerntraining oder Begleitung während der Wartezeit: Sobald ein geeigneter Platz verfügbar ist, kann das regelmäßige Training beginnen. Sollte das Kind von einem Hörtraining in der Wartezeit profitieren können, wird es empfohlen.

Leistungen und Kosten

Elterngespräche    kostenlos

  • Erstberatung und Anamnesegespräch

  • Elterngespräche im Rahmen einer Förderdiagnose

  • Elterngespräche im Rahmen der Trainingseinheiten

  • Abschlussgespräch

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Austestung 355 €

  • Austestung mittels AFS-Test + zus. standardisierte Tests

  • auf LRS/Legasthenie o. Dyskalkulie

  • inkl. Vorbesprechung, Anamnese, Auswertung, Nachbesprechung, Ausstellung eines pädagogischen Gutachtens

  • Abschlussgespräch

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Training / Förderung 260 €

  • monatliche Kosten

  • Training 1x/Woche 45 Min.

  • individuell, auf Ihr Kind abgestimmt, in Einzelsetting

  • inkl. Vor- u. Nachbereitungen, Elterngespräche, Arbeitsmaterialien im Training, Aufgaben für das häusliche Üben

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